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COMING- OUT

Der Begriff „Coming-out“ bezieht sich auf eine Vielfalt an Erfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen und queeren Personen. Dazu gehören vor allem das Bewusstwerden der eigenen Gefühle und die Selbstöffnung gegenüber anderen Personen die eigene sexuelle Orientierung und/ oder Geschlechtsidentität betreffend. 

Unterschieden wird zwischen dem inneren und dem äußeren Coming-out. Beim inneren Coming-out steht das Entdecken der eigenen Gefühle mit allen schönen aber manchmal auch schwierigen Facetten im Mittelpunkt. Das äußere Coming-out bezieht sich auf das Aussprechen und Benennen der eigenen Gefühle und Lebensweise gegenüber anderen Menschen. Wichtig ist hierbei, dass jeder für sich den richtigen Zeitpunkt hierfür bestimmt! Auch nach einem Coming- Out muss die eigene Identität natürlich nicht immer und überall offen dargelegt werden. Die Entscheidung, wann und wo es für jeden Einzelnen passt, trifft auch jeder individuell für sich selbst. 


Für die meisten ist die Zeit des Coming- Outs sehr aufregend und von vielen Hochs und Tiefs begleitet. Viele, anfangs noch schwierige Fragen klären sich im Laufe der Zeit, andere wie z.B. “Sage ich es neuen Bekannten/ meinem Chef?” und “Wann und wie zeige ich mich offen mit meiner Beziehung oder meiner Geschlechtsidentität?” können immer wieder entstehen. Auch das Lebensalter sowie das soziale Umfeld spielen hier eine Rolle.  

Sind Sie sich nicht sicher, was Sie genau fühlen oder ob Sie für Ihr Coming- Out bereit sind? Haben Sie noch Ängste und Unsicherheiten, die Sie zurückhalten? Vielleicht sind Sie auch noch ganz am Anfang und entdecken gerade erst Ihre (neue) sexuelle Orientierung und/ oder Geschlechteridentität und wissen nicht, wohin der Weg Sie führt. 

Was wünschen Sie sich? Was macht Sie glücklich und zufrieden? Was brauchen Sie, um Ihren Weg gehen zu können? Gemeinsam gehen wir behutsam auf die Suche nach den Antworten auf Ihre individuellen Fragen und Ihrem eigenen Weg. Auch der Einbezug von Freunden, Bekannten und Familie kann Teil der Beratung sein und wird oftmals sehr hilfreich empfunden. 

Ich bin für Sie da, um Ihren Weg mit Ihnen zu gehen. 

​Definition LSBTTIQ

Die Abkürzung LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen und verdeutlicht die Vielfalt und Heterogenität, die der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität innewohnen.

Sexuelle Orientierung

L– Lesbische Frauen lieben und begehren Frauen – sie sind homosexuell.

S– Schwule Männer lieben und begehren Männer – sie sind homosexuell.

B– Bisexuelle Menschen fühlen sich sexuell und/oder emotional zu Frauen und Männern hingezogen.

Geschlechtliche Identität

T– Transsexuelle sind Menschen, die bei der Geburt einem biologischen Geschlecht zugewiesen wurden, welches jedoch nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt.

T– Transgender sind Menschen, deren Geschlecht nicht mit dem ihnen zugewiesenen übereinstimmt und die sich nicht in einer binären Geschlechterordnung wiederfinden.

I– Intersexuelle Menschen werden mit einem Körper geboren, der nicht der medizinischen Norm von „eindeutig männlich“ oder „eindeutig weiblich“ entspricht.

Q– Queere Menschen benennen ihre sexuelle Orientierung und/oder geschlechtliche Identität als queer zur vorherrschenden heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm. Sie entsprechen mit ihrem Aussehen und/oder Verhalten nicht den gängigen Rollenbildern. „Queer“ ist damit gleichzeitig der Überbegriff für die gesamte Vielfalt an sexuellen Orientierungen und Geschlechteridentitäten, die auch über LSBTTIQ hinausgehen (zum Beispiel Asexualität).


*Detailliert siehe: Lexikon der kleinen Unterschiede (Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg 2018) https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Offenheit_und_Akzeptanz/Lexikon-der-kleinen-Unterschiede_2018.